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| Germanische Mythologie | |
Jötunheimr (nord. Welt der Riesen) Im Weltbild der nordischen Mythologie ist Jötunheim der Wohnort der Riesen Jötunn.
Jötunheim bildet einen Teil von Utgard oder Utgard ist sein Hauptsitz (COTTERELL, 1999, 202) . Es liegt am Ende der Himmelswölbung, entweder am Ende des Ozeans, im Osten oder im nordöstlich der Menschenwelt Midgard oder der Götterwelt Asgard.
Vom Land der Götter (Asgard) ist das Land der Riesen durch den Grenzfluß Ifing abgetrennt (Wafthrudnirlied, 16).
Es ist ein im Norden gelegenes kaltes und schneebedecktes Land, für den Menschen bedrohlich und lebensfeindlich. Das Klima bestimmen Schneestürme und tiefhängende Wolken.
Die feindlich gesinnten Jötunn sollen von hier aus eisige Winde gesandt haben, die in der Menschenwelt die im Frühjahr sprießenden Knospen abtöteten.
Aus Jötunheim sollen einst Frauen gekommen sein, zu deren Ankunft das Goldene Zeitalter endete (Gylfaginning, 14).
Jotunheimen heißt ein Gebirgsmassiv in Norwegen. Zwischen Nordfjord, Sognefjord und Gudbrandstal liegt dieses stark vergletscherte Gebirge, dessen Gipfel Glittertind 2410 Meter Höhe erreicht.
Nach These des Forschers MICHAEL GEORGE ist mit Jötunheim Jütland gemeint, die Halbinsel zwischen Nord- und Ostsee (Die Himmlischen und ihre Kinder, 2001).